Angebote zum Thema "Kinder aus suchtbelasteten Familien"

Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages führt das IKJ – Institut für Kinder- und Jugendhilfe ein Forschungsprojekt durch. Es trägt den Namen „Steuerungswissen und Handlungsorientierung für den Aufbau effektiver interdisziplinärer Versorgungsnetzwerke für suchtbelastete Familien“. Das Präventionszentrum beteiligt sich auf unterschiedliche Weise daran. Wir möchten deshalb auf die aktuell vorliegenden Zwischenberichte hinweisen.

Der erste Zwischenbericht gibt einen Einblick zum Stand der Auswertungen sogenannter Fokusgruppen. Es fand an acht unterschiedlichen Standorten ein fachübergreifender Austausch statt. Der nun vorliegende Zwischenbericht unterstreicht die Arbeit des Präventionszentrums innerhalb des Kommunalen Beratungsprozesses. Nachlesen können Sie den Text hier:
 https://jugendhilfe-suchthilfe.de/wp-content/uploads/sites/4/2020/06/Zwischenbericht-Fokusgruppen_Steuerungswissen-und-Handlungsorientierung-f%C3%BCr-den-Aufbau-effektiver-interdisziplin%C3%A4rer-Versorgungsnetzwerke-f%C3%BCr-suchtbelastete-Familien_IKJ.pdf

Der zweite Zwischenbericht bezieht sich auf die geführten Interviews mit suchtbelasteten Elternteilten. Auch dieser bestätigt im Kern die Leitgedanken des Präventionszentrums. Außerdem bestätigt er die inhaltliche Arbeit der Thüringer Gruppenangebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien, die mit Unterstützung des Kommunalen Beratungsprozesses entstanden sind oder verstetigt werden konnten. Diesen Zwischenbericht finden Sie hier: https://jugendhilfe-suchthilfe.de/wp-content/uploads/sites/4/2020/07/Zwischenbericht-Interviews_Steuerungswissen-und-Handlungsorientierung-f%C3%BCr-den-Aufbau-effektiver-interdisziplin%C3%A4rer-Versorgungsnetzwerke-f%C3%BCr-suchtbelastete-Familien.pdf

Die Thematik suchtbelastete Familie gewinnt in unsere Gesellschaft vermehrt an Bedeutung. Die Hilfesysteme wenden sich immer mehr dem/der Suchterkrankten zu und eine Verbesserung der Lebensumstände wird auf Augenhöhe angestrebt. Dennoch erhalten Kinder aus suchtbelasteten Familien kaum Unterstützung und werden oft als die „vergessenen Kinder“ bezeichnet. In Thüringen werden daher spezifische Angebote zu Gunsten jener Kinder entwickelt und etabliert. 
Das Präventionszentrum stellt hierfür den kommunalen Beratungsprozess "Jonathan" zur Verfügung. Träger und Einrichtungen werden im Sinne der Thüringer Gesundheitsziele und des Thüringer Bündnisses „Alkohol – Alles im Griff!“ beraten und begleitet.
Je nach Kommune und zu beratendem Träger gestalten sich die Ausgangspunkte, Ressourcen, Bedarfe und Hindernisse sehr individuell. Die Beratung beginnt entsprechend ergebnissoffen. Die Form des angestrebten Angebotes wird individuell mit dem Träger erarbeitet.
Die praktischen Erfahrungen aus dem trägereigenen Gruppenangebot „Jonathan“ fließen in den Beratungsprozess ein und bilden eine wichtige Ressource. 

Bausteine des kommunalen Beratungsprozesses "Jonathan"

Arbeitshilfe "Bordbuch"

Die Arbeitshilfe „Bordbuch“ stellt 15 ausgewählte Methoden zur Umsetzung von praktischen Angeboten mit Kindern und Jugendlichen suchtkranker Mütter und/oder Väter bereit. Im Rahmen einer eintägigen Methodenschulung werden diese erprobt und auf Umsetzungsmöglichkeiten im jeweiligen Arbeitsalltag hin besprochen. Gleichfalls fließt ein theoretischer Input zum Thema ein.
Die Schulung steht Fachkräften unterschiedlicher Professionen zur Verfügung, die mit dem Thema Sucht in Berührung kommen. Das Ziel besteht darin, Kinder aus suchtbelasteten Familien bewusst in den Blick zu nehmen und sie durch Resilienz fördernde Angebote in ihrer Entwicklung zu stärken.
Mit aktiver Teilnahme an der Schulung erhalten die Multiplikator*innen ein eigenes Bordbuch. (Bordbuch-Arbeitsblätter)


Konsumfreie Schwangerschaft

Der Konsum von Suchtmitteln jeglicher Art während der Schwangerschaft stellt für Mutter und Kind immer ein Risiko dar.  Es besteht während einer Schwangerschaft im Bezug auf den Konsum von Suchtmitteln keine unbedenklichen Grenzmengen und es bedarf der Sensibilisierung und Aufklärung der Thüringer Bevölkerung.
Das Präventionszentrum befasst sich mit der Thematik und hält Maßnahmen vor, die sich vorrangig an die Thüringer Bevölkerung und Multiplikator*innen richten:

Maßnahmen:

  • Organisation bzw. Durchführung von Präventionsveranstaltungen
  • Entwicklung und Etablierung eines professionsübergreifenden Erfahrungsaustausches zum Thema konsumfreie Schwangerschaft

 

 

Zielgruppe